Polymerton (Polymer Clay) Schmuck selber machen - Diese Tools brauchst du für den Start

Polymerton (Polymer Clay) Schmuck selber machen - Diese Tools brauchst du für den Start

Hintergrund

Als ich 2024 angefangen habe, mit Polymerton (Polymer Clay) zu experimentieren, war ich ziemlich schnell demotiviert. Es hat sich viel schwieriger angefühlt, als es bei anderen aussah. Und vieles sah am Anfang einfach deutlich schlechter aus, als ich es gerne gehabt hätte.

Wie ich heute weiß, lag das nicht nur an fehlender Übung, sondern auch an den Tools, die ich damals benutzt habe oder eben nicht hatte. Genau deswegen kommen hier meine Top 5 Tools für den Start mit Polymerton-Schmuck. Sie sind günstig, simpel und vor allem total hilfreich.

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1. Acrylplatte und Acrylrolle

Polymerton hat eine ähnliche Konsistenz wie Knete. Wenn wir damit arbeiten, wollen wir, dass er auf einer Oberfläche haften bleibt, damit er während der Arbeit nicht verrutscht. Genau dafür eignet sich eine Acrylplatte besonders gut.

Man legt ein Stück Polymerton darauf und kann es mit einer Acrylrolle glatt und so dünn ausrollen, wie man es für den Schmuck braucht. Außerdem sorgt die Platte dafür, dass der Polymerton schön glatt wird.

Es ist wirklich nicht hilfreich, eine Schneidematte, einen Tisch oder Holz als Unterlage zu benutzen. Dort bleibt der Polymerton nicht haften und verrutscht die ganze Zeit. Das macht sauberes Arbeiten deutlich schwieriger.

Darauf solltest du beim Kauf achten:

Es gibt verschiedene Acrylplatten, unter anderem auch Plexiglasplatten. Hier solltest du darauf achten, dass sich die Platte für die Arbeit mit Polymerton eignet. Polymerton kann nämlich nach längerer Zeit mit ungeeignetem Material reagieren und sich im schlimmsten Fall sogar damit verbinden. Dann müsstest du beides entsorgen.

Mit dieser Kombination habe ich gute Erfahrungen gemacht:
Acrylplatte und Acrylrolle im Set*

2. Ausstechformen

Für Polymerton-Schmuck eignen sich ganz unterschiedliche Formen. Am einfachsten kannst du diese mit kleinen Ausstechern umsetzen. Für den Start ist ein Kreis am besten geeignet.

Es gibt Ausstecher aus Metall und Kunststoff sowie Silikonformen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten erkläre ich in einem separaten Blog-Beitrag.

Achte darauf, keine Plätzchenausstecher zu kaufen. Diese sind im Regelfall viel zu groß für Schmuck.

Für den Anfang eignen sich auch Deckel von Flaschen oder Flakons. Hier ist jedoch nicht garantiert, dass die ausgestochenen Teile gut an der Acrylplatte haften bleiben. Viele Deckel haben oben keine Aussparung. Dadurch entsteht beim Ausstechen ein Unterdruck und der Polymerton saugt sich am Deckel fest.

Deshalb würde ich zu Beginn in günstige Ausstechformen aus Metall investieren.

Das hier war mein erstes Set:
Ausstechformen-Set mit Zubehör*

In diesem Set sind auch Ohrhaken, Ohrstecker und Biegeringe enthalten, mit denen du direkt deine ersten Ohrringe herstellen kannst. Außerdem gibt es runde Mini-Ausstecher, mit denen sich Löcher sauber ausstanzen lassen.

3. Zahnstocher oder kleine Ausstecher für Löcher

Damit du nach dem Backen keine Löcher mehr bohren musst, kannst du diese vor dem Backen mit einem Zahnstocher einstechen. Achte darauf, dass die Löcher groß genug sind und nah am Rand der Form sitzen, damit später Biegeringe hindurchpassen. Lass trotzdem etwa 2 mm Abstand zum Rand, damit die Form an dieser Stelle nicht reißt.

Noch besser als ein Zahnstocher eignen sich kleine runde Ausstecher aus dem Set aus dem vorherigen Kapitel. Damit kannst du viel genauer bestimmen, wie groß die Löcher werden sollen, und sie werden gleichmäßiger.

4. Spezielle Klinge für Polymerton

Nachdem wir den Polymerton auf der Acrylplatte ausgerollt, die Form ausgestochen und die Löcher gesetzt haben, muss der überschüssige Polymerton entfernt werden. Übrig bleiben die einzelnen Formen, die ebenfalls vorsichtig von der Platte gelöst werden müssen.

Wenn du das mit den Händen machst, verformen sich die Teile sehr schnell. Damit das nicht passiert, gibt es spezielle Klingen für Polymerton. Mit ihnen lassen sich die Formen sauber von der Acrylplatte lösen, ohne sie zu verbiegen.

Achtung: Diese Klingen haben auf einer Seite eine scharfe Kante. Ich habe mich am Anfang häufiger daran geschnitten.

Lege die Klinge leicht angewinkelt mit der scharfen Seite auf die Acrylplatte und fahre vorsichtig unter deine Form. Das braucht etwas Übung, bis man den Dreh raus hat. Es ist keine Schande, wenn deine Stücke am Anfang krumm werden oder du sie aus Versehen durchschneidest. Übung macht den Meister.

Diese Klinge benutze ich schon sehr lange:
FIMO Cutter-Set*

In diesem Set sind auch rote Teile enthalten, die wie kleine Griffe auf die Klingen gesteckt werden können. So ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer, sich zu schneiden.

5. Schleifschwamm

Nachdem du deine Teile nach Anleitung gebacken hast, wirst du feststellen, dass sie oft unschöne Kanten haben.

Das lässt sich mit einem Schleifschwamm schnell korrigieren. Solche Schleifschwämme bekommst du in jedem Baumarkt. Ich würde eine Körnung von etwa 120 bis 400 empfehlen.

Beim Schleifen solltest du darauf achten, nicht zu fest aufzudrücken und nicht zu schnell mit den Polymerton-Teilen über den Schwamm zu gehen. Sonst nimmst du zu viel Material ab und veränderst ungewollt deine Form.

Gerade am Anfang würde ich Schwämme empfehlen, die innen etwas härter sind. So kannst du das Schleifen besser kontrollieren. Zusätzlich haben sie oft an den Seiten Kanten, mit denen sich zum Beispiel auch eine Herzform von allen Seiten gut bearbeiten lässt.

Das waren meine ersten Schwämme:
Schleifschwamm-Set*

Auf den Schwämmen ist eine Körnung von 120 angegeben. Sie haben sich für mich allerdings etwas feiner angefühlt.

 

Wenn du dir anschauen möchtest, wie ich mit diesen Tools arbeite, findest du hier ein kurzes Video dazu:

Weitere Einblicke findest du auf meinem YouTube- und Instagram-Kanal.

Und jetzt bist du dran. Mach’s dir selbst!
Deine Crisy

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